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Die am häufigsten gestellten Fragen rund um das Billardspiel

Woher kommt das Billardspiel?

Die Ursprünge des Billardspiels sind nicht eindeutig geklärt. Die verbreitetsten Vermutungen gehen dahin, dass die im 13.-14. Jahrhundert aufkommenden Feldspiele wie Cricket oder Golf bei schlechtem Wetter in geschlossenen Räumen gespielt wurden. Aufgrund der räumlichen Enge war dies nur in verkleinerter Form möglich. Nach und nach wurde das Spiel auf Tische verlagert, denen Banden hinzugefügt wurden, um das Herunterfallen der Spielbälle zu verhindern.

Wie schreibt man Billard richtig?

Billard kommt aus dem Französischen und wird auch im Deutschen entgegen der Aussprache ohne zweites „i“ geschrieben. Die englische bzw. amerikanische Schreibweise lautet tatsächlich „billiards“.

Wie spricht man Billard richtig aus?

Die phonetisch korrekte deutsche Aussprache lautet [ˈbɪljaʁt].Im englischen unterscheidet sich diese nur minimal [ˈbɪl.i.ədz]. Damit entspricht die Aussprache am ehesten der englischen Schreibweise mit „i“: Billiard.

Wann wurde das Billardspiel erfunden?

Die Urformen des Billards können bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Eine der frühesten belegten Erwähnungen des Billardspiels ist der Erwerb eines Billardtischs durch Ludwig XI.

Welche verschiedenen Billard Spielvarianten gibt es?

Insgesamt gibt es über 35 bekannte Varianten des Billardspiels. Die bekanntesten sind Poolbillard, Snooker und Carambolage, deren internationalen Turniere regelmäßig im Fernsehen übertragen werden.

Was für Billardtische gibt es?

Die gängigsten Billardtische sind Pooltische. Diese Tische haben 6 Taschen, in denen die Spielbälle eingelocht werden können. Pooltische sind meist 9 Fuß (254 cm) lang. Snookertische sind mit 12 Fuß (356 cm) die größten und haben ebenfalls 6 Taschen. Carambolage-Tische sind ebenfalls 9 Fuß lang, haben aber keine Taschen. Schau zudem in unseren Billardtisch Kaufratgeber, dort findest du weitere Tipps.

Warum haben manche Billardtische keine Löcher?

Im Gegensatz zum Poolbillard oder Snooker werden beim Carambolage-Spiel keine Bälle versenkt. Daher haben Tische für diese Spielart keine Taschen.

Warum sind Billardtische so schwer?

Ein guter 9 Fuß-Pooltisch wiegt 350 bis 500 Kilogramm. Bei hochwertigen Tischen ist die Tischplatte aus Schiefer. Dieses Material ist zwar sehr stoßempfindlich, lässt sich aber absolut plan schleifen und verzieht sich nicht, sodass immer ein perfekter Balllauf gewährleistet ist.
Zudem darf man sich so an auf den Tisch lehnen oder darauf setzen, wenn ein Ball nicht anders spielbar ist. Bedingung dabei ist, dass noch mindestens ein Fuß auf dem Boden bleibt. In einer solchen Situation darf der Tisch nicht wackeln oder verrutschen, um die Lage der Bälle nicht zu verändern.

Wie sieht ein Billardtisch von Innen aus?

Professionelle Billardtische haben unter der Platte einen stabilen Rahmen. Viele Tische haben nur einfache Balltaschen oder Netze unter den Löchern. Manche Tische haben auch einen automatischen Kugelrücklauf, der die Bälle von den Löchern aus zu einer zentralen Entnahmeöffnung führt. Bei Münzspieltischen ist im Kugelrücklauf eine mechanische Sperre eingebaut, die durch Einwurf einer Münze gelöst wird.

Woher weiß der Billardtisch, welche Kugel der weiße Spielball ist?

Bei Tischen mit automatischem Kugelrücklauf wird oft der weiße Spielball gesondert ausgegeben. Damit der Tisch diese Kugel identifizieren kann, gibt es zwei unterschiedliche Systeme. Entweder ist die weiße Kugel schwerer als die Objektbälle, sodass sie einen Wägemechanismus auslöst. Alternativ kann die weiße Kugel einen minimal größeren Durchmesser haben als die Objektbälle, sodass sie über eine Weiche selektierbar sind. Ein guter Spieler merkt diesen Unterschied in Größe oder Gewicht jedoch im Spiel.

Warum ist der Billardtisch grün?

Viele Billardtische sind mit historisch bedingt einem grünen Tuch bezogen. Hintergrund dafür ist, dass das Billardspiel von Feldspielen wie Cricket oder Golf abstammt, die auf dem Rasen gespielt werden. Es gibt aber auch Tische, die in blau, grau oder rot bezogen sind. Carambolage-Tische sind traditionell eher blau, Snookertische grasgrün. Der grüne Filz ist jedoch recht anfällig gegen Verschmutzungen zum Beispiel kann beim ankreiden des Kö’s etwas abbröckeln und die Tischplatte beflecken. Wie man solche Billardtischflecken wieder los wird, erklären wir die in unserer Rubrik Tipps&Tricks.

Was habe die Diamanten auf der Bande mit dem Spiel zu tun?

An jedem Pooltisch sind 18 diamantenförmigen Einlassungen auf der Bande angebracht. Der Abstand zwischen den Diamanten und den Taschen ist immer gleich groß. Diese Markierungen dienen zur Orientierung während des Spiels, aber auch Kopflinie und Fußpunkt liegen auf gedachten Verbindungslinien zwischen bestimmten Markierungen.

Welche Hersteller von Billardtischen gibt es?

Die namhaftesten Hersteller Billardtischen in Turnierqualität sind Brunswick, Gabriels, SAM, Diamond, Dynamic und Riley. Es gibt auch billige Nachbauten aus Asien, die jedoch oft statt mit einer Schieferplatte mit MDF-Platten ausgestattet sind. Von solchen Tischen sollte man trotz des günstigen Preises absehen, da sie meist keinen vernünftigen Balllauf und damit wenig Spielfreude bieten.

Kann man einen Billardtisch auch mieten?

Für Veranstaltungen kann man Billardtische mieten. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass der Auf- und Abbau von hochwertigen Billardtischen relativ aufwendig und zeitintensiv ist.

Billardtisch auf Raten kaufen, geht das?

Selbstverständlich gibt es einige Anbieter, die auch Privatpersonen Finanzierungsmöglichkeiten für einen Billardtisch mit anbieten. Für Vereine oder Gewerbetreibende arbeiten manche Händler auch mit Leasinggebern zusammen, sodass günstige Konditionen angeboten werden können.

Was bedeutet der Name Pool Billard?

Beim Poolbillard geht es darum, die farbigen Bälle nach bestimmten Regeln einzulochen. Dazu darf ausschließlich der weiße Spielball mit dem Queue gespielt werden. Die bekanntesten Pool-Disziplinen sind 8-Ball und 9-Ball.

Wo muss die Schwarze 8 Kugel liegen?

Es kommt auf die Disziplin an, die gespielt wird. Beim 8-Ball werden alle farbigen Objektbälle im Dreieck aufgebaut. Dabei liegt die Schwarze 8 in der Mitte und je eine volle und eine halbe Kugel in den hinteren Ecken. Die vordere Spitze des Dreiecks liegt auf dem Fußpunkt.
Beim 9-Ball werden die Objektbälle im Rhombus aufgebaut. Dabei liegt die 1 vorne, die 9 in der Mitte. Alle Übrigen, auch die Schwarze 8 können frei innerhalb des Rhombus platziert werden. Weitere Spielregeln kannst du hier nachlesen.

Wie spielt man Snooker?

Beim Snooker spielt man mit dem weißen Spielball auf 15 roten Kugeln und 6 farbige Bällen, die jeweils eine unterschiedliche Wertigkeit darstellen. Es muss immer zunächst ein roter Ball versenkt werden, bevor auf einen farbigen Ball gespielt werden darf. Wird ein farbiger Ball rechtmäßig versenkt, bekommt der Spieler die Punkte gutgeschrieben und der farbige kommt wieder ins Spiel zurück. Snooker wird auf dem größeren Snookertisch mit kleineren Kugeln gespielt.

Wie spielt man Carambolage?

Carambolage ist eine Billardvariante, die mit drei Kugeln auf einem Billardtisch ohne Löcher gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, mit jedem Stoß des Spielballs die beiden andren Kugeln zu berühren. Innerhalb dieser Spielvariante unterscheiden sich verschiedene Disziplinen wie Freie Partie, Cadre, Einband oder Dreiband.

Aus was für einem Material sind Billardkugeln?

Ursprünglich waren Billardkugeln aus Elfenbein. Heutige Billardkugeln sind meist aus einem Phenolharz. Bekanntester Werkstoff ist Aramith der belgischen Firma Saluc. Billardkugeln für Poolbillard haben einen Durchmesser von 57,2 mm und wiegen 170 Gramm. Ein Satz Kugeln für Poolbillard umfasst 16 Kugeln: 7 „volle“ Kugeln, 7 „halbe“ Kugeln einen weißen Spielball und die Schwarze 8, die ebenfalls „voll“ ist, aber meist einen Sonderstatus im Spiel hat.

Was ist ein Billardqueue?

Der Queue ist der Holzstock, mit dem man den Spielball anstößt. An seiner Spitze sitzt eine Lederkappe, die Pomeranze, welche den Kontakt zum Ball herstellt. Diese wird oft mit Kreide bestrichen, um eine bessere Haftung und Kraftübertragung zwischen Queue und Spielball zu erreichen.

Wie hält man den Billardqueue richtig?

Es gibt mehrere verbreitete Techniken, den Queue richtig zu führen. Gängig sind die offene und die geschlossene Bockhand.
Bei der offenen Bockhand legt man die Hand leicht gebeugt mit der Handfläche nach unten auf den Tisch. Der Daumen wird an den Zeigefinger gepresst und der Queue in der V-förmigen Lücke zwischen Zeigefinger und Daumen geführt.
Bei der geschlossenen Bockhand wird die Hand ebenfalls leicht gebeugt auf den Tisch gelegt und der Zeigefinger nach oben gehoben. Der Queue wird über Daumen und Mittelfinger geführt und mit dem gebeugten Zeigefinger in Position gehalten.
Die Hand, die das hintere Ende des Queues hält, sollte leicht Pendeln können, um den Stoß auszuführen.

Was ist eine „Oma“?

Die „Oma“ ist ein Hilfsqueue für besondere Spielsituationen. Der Hilfsqueue hat eine oder mehrere Führungen, sodass er die Bockhand ersetzen kann.

Welche Funktion hat die Billardkreide?

Die Billardkreide wird auf den vorderen Abschluss des Queues, die Pomeranze, aufgetragen. Sie erhöht die Haftung zwischen Queue und Spielball, sodass Bälle kontrollierter mit Effet gespielt werden können.
Zusätzlich hat die Kreide bei vielen Spielern einen psychologischen Effekt. Das Nachkreiden kann Ruhe ins eigene Spiel bringen, da man diesen Zeitraum dazu nutzen kann, sich vom vorherigen Spielstoß zu distanzieren und sich auf den Nachfolgenden einzustellen.

Wie benutzt man die Billardkreide richtig?

Oft sieht man, dass mit dem Queue regelrecht in die Kreide gebohrt wird. Dabei werden jedoch nur die äußersten Kanten der Pomeranze von der Kreide bedeckt. Für eine optimale Haftung ist es besser, wenn der Kreidewürfel waagerecht über die Pomeranze geführt wird, sodass diese vollständig bestrichen wird.

Welche Billardkreide ist die beste?
Die Billardkreide ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels, da sie den Kontakt zwischen Queue und Spielball herstellt. In vielen Billardhallen trifft man die Kreide von Master an. Viele Profis schwören aber auf die Kreiden von Cuel, Blue Diamond oder Predator. Auch wenn sich die meisten Kreiden ähneln, unterscheiden sie sich in der Granulierung und dem Wasseranteil. Hier sollte jeder ambitionierte Spieler auf seine persönlichen Präferenzen testen.

Wo kann man Billard spielen?

In vielen, vor allem größeren Städten gibt es Billardhallen. Manche Vereine haben eigene Billardtische. In Pubs und Kneipen stehen häufig Münzeinwurf-Billardtische, wenn das Platzangebot es zulässt. Oft finden sich auch in Jugendtreffs und ähnlichen Einrichtungen mit offenen Angeboten Billardtische.

Wer ist aktuell der beste Billardspieler?

Aktuell führender in der Poolbillard-Weltrangliste ist der Taiwanese Pin-Yi Ko, bester Deutscher Thorsten Hohmann. Bester Snookerspieler 2016 war Mark Selby.

Gibt es Filme über das Billardspiel?

Es gibt eine ganze Reihe an Billard-Filmen, in denen Billard eine zentrale Rolle spielt. Hier ein paar Beispiele:

  • Haie der Großstadt (1961)
  • Die Farbe des Geldes (1986)
  • Paradies ohne Billard (1991)
  • Stickmen (2001)
  • Poolhall Junkies (2002)

Gibt es Billardbücher?

Als Bücher rund um Billard finden sich eine große Auswahl an Ratgebern rund um das Spiel mit Trainingsempfehlungen und Tipps zu Strategie und Technik.

Kann man Billard auch draußen spielen?

Billard ist ein Sport, bei dem es auf präzises Spiel und einen guten Balllauf ohne äußere Einflüsse ankommt. Im Profibereich werden die Platten der Billardtische sogar auf eine bestimmte Temperatur erwärmt, um ein vorhersehbares Spielverhalten zu erreichen. Dennoch gibt es wetterfeste Outdoor Billardtische für den Garten, Freizeiteinrichtungen oder Campingplätze. Auch wenn das Spielvergnügen nicht an die Präzision eines richtigen Turniertisches herankommt, ist eine Runde Outdoor-Billard eine besondere Erfahrung, die viel Vergnügen bereitet.

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